Am 28. Januar fand in der Aula der BBS Neustadt erstmals die Praxisbörse Sozialpädagogik statt – und entwickelte sich direkt zu einem großen Erfolg. Die Veranstaltung brachte zahlreiche Träger, Einrichtungen, Auszubildende und Lehrkräfte zusammen und bot Raum für Austausch, Orientierung und neue Perspektiven.
Die Idee zur Praxisbörse entstand aus der wachsenden Nachfrage sozialpädagogischer Träger, sich den Auszubildenden vorzustellen. „Im normalen Unterrichtsalltag ließ sich das kaum noch abbilden – und vor allem nicht in dem Rahmen, den diese wichtige Arbeit verdient“, erklären die Bildungsgangsgruppenleiterinnen Anna Bößert und Therese Lachmann, die die Praxisbörse gemeinsam initiiert und organisiert haben. Mit der Börse wurde nun erstmals ein größeres Format geschaffen, das Begegnungen auf Augenhöhe ermöglichte.
Die Resonanz war entsprechend groß: Vertreten waren Einrichtungen aus einem breiten Spektrum sozialpädagogischer Arbeitsfelder – vom Kindertagesstättenbereich über die Ganztagsbetreuung an Schulen bis hin zum Jugendhilfebereich. Auch regional zeigte sich die Praxisbörse vielfältig: Neben Trägern aus Neustadt waren Einrichtungen aus dem gesamten Umland vertreten, darunter aus Nienburg, Seelze, Wedemark, Langenhagen und weiteren Orten. So konnten Auszubildende beider Schulstandorte – Neustadt und Langenhagen – an einem zentralen Ort zusammenkommen und von einem besonders breiten Angebot profitieren.
Für die Auszubildenden der Sozialpädagogischen Assistenz sowie der Fachschule Sozialpädagogik bot die Praxisbörse eine wertvolle Gelegenheit, neue Praxisplätze und potenzielle zukünftige Arbeitgeber kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. All dies passierte dabei ganz niedrigschwellig, ohne anrufen, mailen, sich durchfragen. Hier konnte man einfach loslegen! Erfreulich waren dabei auch Rückmeldungen von Auszubildenden, die angaben, sich bestimmte Bereiche zuvor nicht vorstellen zu können, nun aber neugierig geworden sind und bewusst über die eigene Komfortzone hinausblicken wollen.
Ergänzt wurde die Veranstaltung durch den Besuch von Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender Schulen sowie der Fachoberschule Sozialpädagogik, die gleichsam Einblicke in dieses Berufsfeld gewinnen konnten.
Die Atmosphäre während der Praxisbörse war durchweg positiv: Es wurde intensiv diskutiert, beraten und genetzwerkt. Kontaktdaten wechselten die Hände, Gespräche wurden vertieft – nicht nur zwischen Auszubildenden und Trägern, sondern auch zwischen den Trägern und den Lehrkräften, die den fachlichen Austausch ebenfalls sehr schätzten und neue Impulse mitnahmen.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen liebevoll gestalteten angrenzenden Pausenraum. Hier konnten die Aussteller bei warmen und kalten Getränken neue Energie tanken und sich austauschen. Die Versorgung wurde unter der Leitung von Ulli Hoffrogge von Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschule dual – Schwerpunkt Gastronomie vorbereitet und bereitgestellt. Unterstützt wurden sie von Schülerinnen und Schülern der OBS Berenbostel, die im Rahmen der Berufsorientierung ebenfalls an der BBS Neustadt beschult werden und darüber hinaus die Chance nutzen, sich auf der Praxisbörse umzuschauen.
Nach der gelungenen Premiere sind sich alle Beteiligten einig: Die Praxisbörse Sozialpädagogik soll keine einmalige Veranstaltung bleiben. Vielmehr ist geplant, sie künftig regelmäßig anzubieten und weiterzuentwickeln.
Abschließend geht ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, die mit ihrem Einsatz vor und hinter den Kulissen dazu beigetragen haben, dass die Praxisbörse Sozialpädagogik zu einer so gelungenen und erfolgreichen Veranstaltung wurde.