Zusatzkurs zur Erlangung der Fachhochschulreife
Schulträger:
Region Hannover
Ziel der Ausbildung:
Erlangen der Fachhochschulreife während der Berufsausbildung
Dauer der Ausbildung:
1 ½ Jahre (August bis Dezember des Folgejahres) an zwei Tagen in der Woche von 17:00 Uhr bis 20:15 Uhr
Aufnahmevoraussetzungen:
- Abschluss eines mind. dreijährigen betrieblichen Ausbildungsvertrages
- Eintritt in die 1. Fachstufe der Berufsausbildung (2. Ausbildungsjahr) mit Beginn des Kurses
- Sekundarabschluss I-Realschulabschluss
- beim Überschreiten der vorhandenen Kapazitäten wird auf der Grundlage der geltenden Verwaltungsvorschriften ein Auswahlverfahren durchgeführt
Prüfungen und Berechtigungen:
Mit Abschluss des Kurses finden schriftliche Prüfungen in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften statt. Eine ergänzende mündliche Prüfung ist optional.
Nach einer bestandener Abschlussprüfung wird das Zeugnis der Fachhochschulreife nach zusätzlich erfolgreicher Berufsausbildung (erfolgreiche Kammerprüfung, Berufsschulabschluss) vergeben.
Die Fachhochschulreife berechtigt zum:
- Studium an jeder Fachhochschule
- Eintritt in die Kursstufe der gymnasialen Oberstufe und des Fachgymnasiums der beruflichen Fachrichtung
- Besuch jeder Schule im Sekundarbereich II
Anmeldung:
Vorzulegen sind mit der Anmeldung:
- ausgefüllter Aufnahmeantrag
- Nachweis des Sek. I – Realschulabschlusses
- Kopie Berufsausbildungsvertrages
Anmeldeschluss:
15. Februar des Jahres
Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen
Berufsschülerinnen und Berufsschüler können an der Zertifikatsprüfung der Kultusministerkonferenz (KMK-Zertifkat) teilnehmen. Die Teilnahme an der Prüfung setzt nicht die Teilnahme am Unterricht voraus, gleichwohl ist die Teilnahme verpflichtend, wenn Englisch angeboten wird.
Die Prüfung setzt sich aus zwei Teilen zusammen, der schriftlichen Prüfung über 90 Minuten und der mündlichen Prüfung über 15 Minuten. Beide Teile müssen bestanden werden. Fragen beantworten die Englischlehrerinnen und Englischlehrer gern.
Berufliche Schulen können auf freiwilliger Basis – unabhängig von einer Benotung im Zeugnis – eine Prüfung anbieten, in der sich Schülerinnen und Schüler ihre Fremdsprachenkenntnisse zertifizieren lassen können.
Prüfungsniveau und Berufsbezug
Die Prüfung wird jeweils in einer der drei Niveaustufen I, II oder III durchgeführt. Diese orientiert sich an den Stufen „Waystage" (Niveau I), „Threshold" (Niveau II) und „Vantage" (Niveau III), die vom Europarat im „Common European Framework of Reference for Language Learning and Teaching" aufgeführt werden.
Je nach Niveau soll die Prüfung differenziert nach den Erfordernissen der verschiedenen Berufsbereiche; wie kaufmännisch-verwaltende Berufe gewerblich-technische Berufe gastgewerbliche Berufe pflegerische und sozialpädagogische Berufe durchgeführt werden. Innerhalb der Berufsbereiche können weitere Konkretisierungen bis zur Ebene eines einzelnen Berufes vorgenommen werden, soweit dies organisierbar ist; das Zertifikat kann dann um eine entsprechende Information ergänzt werden.
Prüfungsteile
Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Es werden die folgenden Kompetenzbereiche zu Grunde gelegt:
- Rezeption (Fähigkeit, gesprochene und geschriebene fremdsprachliche Mitteilungen zu verstehen),
- Produktion (Fähigkeit, sich mündlich und schriftlich in der Fremdsprache zu äußern),
- Interaktion (Fähigkeit, Gespräche zu führen und zu korrespondieren),
- Mediation (Fähigkeit, durch Übersetzung oder Umschreibung mündlich oder schriftlich zwischen Kommunikationspartnern zu vermitteln).
Zertifikat
Wer die Prüfung bestanden hat, erhält ein Zertifikat nach beiliegendem Muster. Im Zertifikat wird das Ergebnis des schriftlichen und des mündlichen Prüfungsteils dokumentiert. Es kann außerdem die jeweiligen Aufgabenarten und deren Zuordnung zu Kompetenzbereichen enthalten. Die Beschreibung der Niveaustufen und Kompetenzbereiche ist Bestandteil des Zertifikats.
ECDL Computerführerschein
Der ECDL (European Computer Driving Licence) ist ein in 146 Ländern anerkanntes Zertifikat zum Nachweis von grundlegenden IT-Kenntnissen. Allein in Deutschland nehmen zwischen rund 100 ECDL-Prüfungszentren die ECDL-Tests ab.
Der ECDL prüft sieben einander ergänzende Wissensgebiete, die Module genennt werden:
- Modul 1: Grundlagen der Informationstechnik
- Modul 2: Computerbenutzung und Dateimanagement
- Modul 3: Textverarbeitung
- Modul 4: Tabellenkalkulation
- Modul 5: Datenbank
- Modul 6: Präsentation
- Modul 7: Information und Kommunikation (Internet, WWW, E-Mail)
Bei Ablegen von vier der sieben Module wird der ECDL Start vergeben.
Die BBS Neustadt am Rübenberge bietet an, den ECDL schulbegleitend und kostengünstig zu erwerben.
Zudem werden Selbstlernmaterialien und Bücher zur Verfügung gestellt, damit sich die Schülerinnen und Schüler optimal auf die Prüfungen vorbereiten können.
Prüfungen
Die Prüfungen finden regelmäßig statt. Hier können sich die Schülerinnen und Schüler des Weiteren mit Hilfe der Lernsoftware kostenlos auf die Prüfungen vorbereiten.
Viel Erfolg!

Prüfungsleiter ECDL
Frank Huisken
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Zertifiziert nach