Neustädter Modell

Erfolgsmodell für Hauptschüler mit der BBS Neustadt

Die Hauptschülerinnen und Hauptschüler in Neustadt, Wunstorf und Garbsen haben demnächst gut Lachen. Zukünftig wird nicht mehr nur theoretisch „gebüffelt", sondern praktisch auf eine Berufsausbildung vorbereitet. Im Angebot sind die Berufe Maler und Lackierer, Friseurin, Bäcker, Bäckereifachverkäufer, Tischler, Maurer, Dachdecker, Zimmerer, Kaufmann im Einzelhandel, Metallbauer und andere Berufe aus dem Metallgewerbe. Ab nächstem Schuljahr werden die Berufsbildenden Schulen Neustadt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der KGS Neustadt um drei Hauptschulen erweitern.

Das so genannte „Neustädter Modell" hat sich in den vergangenen sechs Jahren bewährt und ist zu einem Erfolgsmodell geworden. Das Niedersächsische Schulgesetz und die Vorgaben für die Arbeit in der Hauptschule sind aufgrund dessen dahingehend geändert worden, dass das Neustädter Modell auch auf andere Schulen übertragen werden kann – ein Verdienst der BBS und der KGS Neustadt! In der 9. und 10. Klasse besuchen die Hauptschüler zweimal in der Woche die Berufsbildenden Schulen Neustadt und erwerben zusätzlich zu ihrem Schulabschluss den Abschluss des ersten Ausbildungsjahres in einem der oben genannten Berufe. 10 Stunden Fachpraxis und 4 Stunden Fachtheorie erhalten die Hauptschüler an der BBS. Diese Form der Doppelqualifizierung ist bundesweit einmalig. Der Erfolg gibt uns Recht, so Bernhard Marsch, Schulleiter der BBS, etwa 65% der Schüler erhalten direkt nach der Hauptschule einen Ausbildungsplatz und sind in der Lage, eine Berufsausbildung erfolgreich zu beenden. Damit hat sich die Übergangsquote unmittelbar nach Verlassen der Hauptschule in eine Berufsausbildung verdreifacht. Wir haben die Unterstützung der Handwerkskammer Hannover und der Industrie- und Handelskammer Hannover. Herwig Dowerk, Schulleiter der KGS Neustadt, ergänzt: Alle Schüler unseres Hauptschulzweiges durchlaufen das „Neustädter Modell", keiner verlässt unsere Schule ohne Schulabschluss. Vorher waren es bis zu ca. 20% der Mädchen und Jungen die unseren Hauptschulzweig ohne Erfolg verlassen haben. Inzwischen eilt dem „Neustädter Modell" der gute Ruf voraus. Die Betriebe stellen unsere Schüler vergleichsweise bevorzugt in ein Ausbildungsverhältnis ein. Die Zusammenarbeit zwischen den Berufsbildenden Schulen Neustadt und der Kooperativen Gesamtschule Neustadt soll fortgesetzt werden. Die Hauptschule Nikolaus Kopernikus Schule in Garbsen, die Georg-Elser-Hauptschule Garbsen und die Scharnhorstschule Wunstorf wollen zukünftig ebenfalls im Rahmen des „Neustädter Modells" mit den Berufsbildenden Schulen Neustadt zusammenarbeiten.

Die Zusammenarbeit mit den betreffenden Hauptschulen nach dem „Neustädter Modell" wird heute im Rahmen einer kleinen Feierstunde für die Zukunft vereinbart. Die Unterzeichnung der Zielvereinbarungen zwischen den Berufsbildenden Schulen Neustadt und den beteiligten Hauptschulen erfolgt durch die Schulleiter Bernhard Marsch, BBS Neustadt, Herwig Dowerk, KGS Neustadt, Albert Seufer, Nikolaus Kopernikus Schule, Manfred Metge, Georg-Elser-Hauptschule und Frank Kasburg, Scharnhorstschule Wunstorf. Uwe Sternbeck, Bürgermeister Neustadt, Klaus Pengel, Ratsvorsitzender der Stadt Wunstorf, Frau Metge, Schul- und Sozialdezernentin der Stadt Garbsen, und Heinz Orlob, IHK Hannover, unterstreichen die sozial- bzw. bildungspolitische Bedeutsamkeit der Zusammenarbeit nach dem „Neustädter Modell" mit ihren Redebeiträgen. Martina Klemke ist Lehrerin an der KGS Neustadt, von der ersten Stunde an dabei und berichtet über die konkrete Umsetzung der Kooperation zwischen den Schulen.

BbS-KGS Ausbildungsverbund

Ein Schulversuch in Niedersachsen

Zukunft der Hauptschule - Doppelqualifikation! Realschulabschluss und Berufsausbildung

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